Vielfalt leben in Dormagen
Die Idee
Wir wollen ein nachbarschaftliches, generationsübergreifendes, inklusives und vielfältiges Wohnprojekt in Dormagen entstehen lassen. Dabei soll das gemeinschaftliche Füreinander ermöglicht werden, bei dem sich aber auch jede*r bei Bedarf in die eigenen vier Wände zurückziehen kann.
Bezahlbarer Wohnraum, der sowohl würdevoll, als auch zukunftsorientiert und umweltfreundlich ist, wird immer knapper. Und häufig lebt jeder für sich allein und nicht immer ist ein kulturell-überschneidendes Erfahren und das eigene Gestalten des Wohnraums in einem sozialen Umfeld möglich. Dem wollen wir dieses Projekt entgegenstellen.
Ein Beispiel nehmen wir uns vor allem an dem Nachbarschaftlichen Wohnen NaWoDo , das bereits in Dormagen existiert und sich sehr bewährt hat. Wir sind im engen Kontakt mit ihnen und werden auch Hilfe von ihnen bekommen, um dieses neue Projekt auf die Beine stellen zu können.
In Absprache mit der Verwaltung sehen wir in dem zukünftigen Baugebiet „Malerviertel III“ nördlich der Rubensstraße und an der Haberlandstraße einen Ort, an dem wir unser Projekt verwirklichen könnten. (Apple Karten Link), (Google Maps Link)
Um dieses Projekt aber umsetzen zu können, fehlen noch mehr Menschen.
Menschen, die sich eine solche Wohnform vorstellen können. Die daran interessiert sind sich einzubringen, füreinander da zu sein, andere Kulturen und Lebensformen kennenzulernen und die gemeinsam Spaß haben wollen. Die aber auch Rücksicht nehmen können und bereit sind, die Entwicklung der Gruppe und des Wohnprojektes mit zu gestalten.
Wenn ihr Euch genau das vorstellen könnt, dann meldet euch gerne über das Kontaktformular, damit wir uns kennenlernen können.
Vielfalt
Unter Vielfalt leben verstehen wir, dass unterschiedliche Menschen zusammenleben und dabei alle Menschen gleich viel wert sind, vorurteilsfrei wertgeschätzt werden und dieselben Chancen haben. Ganz gleich welche Religion, Herkunft, ethnische Hintergründe, Altersgruppe, physischen oder psychischen Fähigkeiten, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Lebensform, Talente, Vorlieben, Charaktere und vieles mehr.
Vielfalt kann ganz unterschiedliche Formen haben. Vielfalt kann bereichern. Man kann voneinander lernen und profitieren und gemeinsam Feste feiern.

Ressourcenschonend leben
Ressourcen zu teilen bedeutet nicht nur, dass Wohnen bezahlbarer wird. Denn indem beispielsweise
· Fahrradschuppen
· Garten
· Gästezimmer
· Hauswirtschaftsraum
· Hobbyraum
· Musikzimmer
· Spielplatz
· Sport- und Fitnessraum oder Sauna
· Werkraum
gemeinsam genutzt werden, sind sie durch den verminderten Flächenverbrauch wirtschaftlich für alle leichter tragbar und schaffen in Größe und Gestaltungsmöglichkeiten Freiräume in der eigenen Wohnung. Gemeinschaftlich genutzte Räume bieten im doppelten Sinne des Wortes Raum für Begegnung. Ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche bietet Platz für Treffen, Tanz, Workshops verschiedener Art und Kulturveranstaltungen. Hier gibt es Gelegenheit zusammen zu kochen, zu spielen, zu musizieren, zu feiern, Filme zu schauen oder auch die Möglichkeit ihn einmal für die private Familienfeier zu nutzen.
Ressourcen teilen kann aber auch bedeuten Autos, Lastenräder, die Heizungs- und/oder Photovoltaikanlage gemeinsam zu nutzen, um dadurch nicht nur die Kosten sondern auch den ökologischen Fußabdruck zu verringern.
Schließlich gehören zu diesem Thema auch Gedanken zu energiesparendem Bauen, naturnaher Gestaltung der Außenanlagen durch beispielsweise wenig Versiegelungen, aber viele Pflanzen und Regenwassernutzung.

Genossenschaft
Wir streben die Rechtsform einer Genossenschaft an. Jedes Mitglied zahlt zunächst eine nach Wohnungsgröße gestaffelte Einlage¹, aus der das Eigenkapital¹ zusammengetragen wird, die es ermöglicht, bei einer Bank einen Baukredit zu bekommen.
Somit ist jede/r Genoss*in mit einem überschaubaren Einsatz Mitbesitzer der gesamten Wohnanlage, besitzt aber kein individuelles Eigentum. Die Wohnungen gehören der Genossenschaft, die wiederum allen gemeinsam gehört. Die Genossenschaft vermietet die Wohnungen an ihre Mitglieder mit lebenslangem Wohnrecht.
Da es also keinen fremden Hausbesitzer mit Renditeerwartung gibt, dient die Miete ausschließlich der Kostendeckung. Mit fortschreitender Tilgung des Baukredits kann langfristig ein Sinken des Mietbetrags erwartet werden..
Sollte jemand ausziehen, bestimmen alle als Genossenschaft gemeinsam und gleichberechtigt, wer als nachfolgend*er Mieter*in einziehen soll und hat dadurch die Möglichkeit die Bewohnerstruktur zu erhalten.
Wer auszieht, kündigt seinen Mietvertrag, scheidet aus der Genossenschaft aus und bekommt seine ursprüngliche Einlage zurückerstattet.
¹ Ist das Geld für die Einlage nicht vorhanden, kann ein Förderkredit bei der KfW-Bank beantragt werden.
Dormagen
Wer mehr über Dormagen, das Malerviertel und die Vielfalt an diesem Ort erfahren möchte, der kann sich gerne auf der Dormagener Webseite umgucken.
Wir empfehlen vor allem die folgenden Unterseiten: